Ausführliche
Informationen:
Grundzüge des Buddhismus
Nichiren Daishonins
Im Mittelpunkt des Buddhismus Nichiren Daishonins steht
der Glaube an die Buddhaschaft im Leben jedes Menschen sowie
der grundlegende Respekt vor dem Leben selbst. Es gibt im
Buddhismus Nichiren Daishonins keine Vorschriften, weil
jeder Mensch auf der Grundlage des höchsten Lebenszustands
der Buddhaschaft in der Lage ist, eigenständig moralisch
und ethisch zu urteilen. Diese Urteile gründen vor
allem auf dem Respekt vor der Würde allen Lebens und
darauf, dass man sich bewusster wird über die Wirklichkeit
eines strikten universellen Gesetzes von Ursache und Wirkung.
Die zentrale buddhistische Lehre von Ursache und Wirkung
besagt, dass jede Ursache, die wir durch Gedanken, Worte
und Handlungen setzen, eine entsprechende Wirkung in unserem
eigenen Leben und dem unserer Umgebung hervorruft.
Die Ausübung
des Buddhismus Nichiren Daishonins
Die Ausübung im Buddhismus Nichirens Daishonins besteht
aus einer morgendlichen und einer abendlichen Ausübung
(„Gongyo“), die man allein oder mit anderen
gemeinsam machen kann. Sie umfasst zum einen die Rezitation
der beiden wichtigsten Kapitel des Lotos-Sutra, welches
auf den historischen Buddha Shakyamuni zurückgeht.
Die Hauptübung im Buddhismus Nichiren Daishonins ist
die Wiederholung oder das »Chanten« (aus dem
Englischen »to chant«, singen) der Silben Nam-Myoho-Renge-Kyo.
Einfach ausgedrückt meint Nam-Myoho-Renge-Kyo: Die
Widmung unseres Lebens an die universelle Gesetzmäßigkeit
oder das Bemühen, unser Leben mit dem Lebensrhythmus
des Universums in Einklang zu bringen.
Buddhismus im Alltag
Der Buddhismus lehrt, dass wir unser Leben genießen
sollen, ohne dessen grundlegende Leiden zu verneinen. Vielmehr
ermutigt er dazu, sich diesen Leiden bewusst zu stellen.
Durch dieses Bewusstsein kann man als Mensch wachsen und
stark werden. Indem wir die uns innewohnende Buddhaschaft
aktivieren, verbessern wir sowohl unsere eigenen Lebensumstände
als auch die Situation unserer Umgebung.
Die buddhistische Ausübung zeigt sich darin, wie Buddhisten
ihren Alltag zu gestalten versuchen. Auf der persönlichen
Ebene liegt das Ziel in der Reformation des Lebens, die
auch »Menschliche Revolution« genannt wird.
Menschliche Revolution bedeutet nicht Selbstverleugnung,
sondern im Gegenteil eine allmähliche Veränderung,
in der wir diejenigen Aspekte unseres Lebens entdecken und
verändern, die uns und andere leiden lassen. Der Buddhismus
bietet einen Weg zur Selbsterkenntnis, in dem er uns unser
unbegrenztes Potenzial statt unsere Begrenzungen aufzeigt.
Diese positive Einstellung ermöglicht uns den Umgang
mit Schwierigkeiten in unserem eigenen Leben und gibt uns
die Kraft, uns mit Weisheit, Hoffnung und Mut in der Gesellschaft
zu engagieren.
(Aus: Daisaku Ikeda, Zukunft Leben, erschienen
bei Nymphenburger)
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