Ausführliche
Informationen:
Geschichte der Religion:
Der christliche Glaube entwickelte sich aus dem Judentum.
Er beruht auf Jesus Christus von Nazareth, der am Anfang
des ersten Jahrhunderts lehrte und predigte. Nach seinem
Tod verbreiteten seine Jünger (seine ersten Anhänger)
seine Lehre in vielen Ländern. Große Ausbreitung
fand das Christentum als Kaiser Konstantin es 391/92 zur
Staatsreligion des Römischen Reiches erklärte.
Die evangelische Kirche spaltete sich im 16. Jahrhundert
von der bis dahin katholischen Kirche ab. Dies geschah,
als der Mönch Martin Luther versuchte, die Kirche zu
reformieren und eine neue Glaubensrichtung begründete.
Glaube an wen oder was?
Die evangelische Kirche glaubt wie alle Christlichen Kirchen
an Gott, der die Welt erschaffen hat. Gott ist für
uns Christen wie ein gnädiger Vater, der Sünden
verzeiht und alle bei sich aufnimmt, die darum bitten. Außerdem
an seinen Sohn Jesus Christus, der auch „Der Menschensohn“
oder „Fleischgewordenes Wort Gottes“ genannt
wird. Er opferte sich für die Menschen, damit ihre
Sünden vergeben würden und starb am Kreuz. Wir
glauben aber, dass er nicht tot ist, sondern am dritten
Tage seines Todes auferstanden und schließlich in
den Himmel aufgefahren ist wo er neben seinem Vater über
die Lebenden und die Toten wacht. Der Heilige Geist in Gestalt
einer Taube brachte den Jüngern die Fähigkeit,
in allen Sprachen der Welt zu reden und so Christi Lehre
zu verbreiten.
Wichtige Elemente des Glaubens sind das Glaubensbekenntnis,
das Gebet „Vater Unser“ und die Zehn Gebote.
Im Gegensatz zur katholischen Kirche sind Laienpriestertum
und Selbstverantwortung vor Gott Prinzipien der evangelischen
Kirche. Das bedeutet, dass jeder sich die Bibel selbst auslegen
darf und das zwischen einer Einzelperson und Gott kein Vermittler
notwendig ist.
Offenbarungsschriften und heilige Bücher:
Das heilige Buch der Christen ist die Bibel. Sie besteht
aus dem Alten Testament, das Christen und Juden gemeinsam
haben und das die Geschichte des erwählten Volks Israel
erzählt und dem Neuen Testament, das die Lebens- und
Leidensgeschichte Jesu erzählt, sowie seine Glaubensgrundsätze
vermittelt. Weitere Elemente sind der Psalter, die Apokryphen
und die Apostelbriefe. Die Lieder und Gesänge sind
im Evangelischen Gesangbuch festgehalten.
Feste und Rituale:
Bei uns gibt es viele Feiertage, die in verschieden Gebieten
verschiedenen gefeiert werden. Die wichtigsten sind Weihnachten
(Geburt von Jesus; 24.12), Karfreitag (Kreuzigung von Jesus;
Freitag vor Ostern), Ostern (Auferstehung von Jesus;...),
Himmelfahrt (Leibliche Aufnahme Jesu Christi in den Himmel;
40 Tage nach Ostern), Pfingsten (Herabkunft des Heiligen
Geistes auf die Apostel; am siebten Sonntag nach Ostern)
und der Reformationstag (Erinnerung an den Thesenanschlag
Martin Luthers, der zur Entstehung der Evangelischen Kirche
führte, 31.10.)
Unter den vielen Ritualen der Evangelischen Kirche sind
vor allem die beiden Sakramente (=heilige Handlungen, die
auf Jesus zurückgehen) zu nennen: Taufe und Abendmahl.
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