Ausführliche
Informationen:
Bedeutung des Namens und Geschichte in Europa:
Das Wort "Baptist" kommt aus dem Griechischen
und heißt übersetzt "Täufer".
Baptistengemeinden in Europa gibt es bereits seit 1607.
Die Gründung erfolgte durch Engländer in Holland,
die in ihrer Heimat wegen ihrer religiösen Überzeugungen
verfolgt wurden. In Deutschland wurden die Baptistengemeinden
von dem in Varel/Oldenburg geborenen Johann Gerhard Oncken
gegründet. Nach seinem Beruf als schottischer Kaufmann
widmete er sich ganz dem vollzeitlichen Dienst für
Jesus Christus, und gründete die erste Baptistengemeinde
in Hamburg. Den Namen ”Baptisten” erhielten
die Anhänger des Baptismus von Gegnern, weil sie aufgrund
ihres Bibelverständnisses die Kindertaufe als unbiblisch
ablehnten. Statt dessen traten die Baptisten von Anfang
an dafür ein, dass jeder Mensch frei entscheiden solle,
ob er als Christ und Mitglied einer Kirche leben wolle.
Die Taufe verstehen sie gemäß dem biblischen
Vorbild als Ausdruck einer bewußten Entscheidung eines
Menschen für den Glauben und die Mitgliedschaft in
einer Gemeinde. Sie wird durch Untertauchen praktiziert.
Lehre der Baptisten:
Die Lehre der Baptisten beruht auf der Lehre der Bibel,
die für alle Christen maßgeblich ist. Die Bibel
sagt aus, dass es nur einen Gott gibt, der Schöpfer
der Welt ist und sich als Gott des Volkes Israel bekannt
gemacht hat. Gott ist eine heilige und übernatürliche
Person, die in sich drei Personen vereint, die in der Bibel
als Vater, Sohn Jesus Christus und Heiliger Geist offenbart
werden. Die Bibel ist von Menschen geschrieben, die von
Gott dazu inspiriert wurden. In der Bibel stellt sich Gott
persönlich vor und beschreibt die Geschichte der Menschheit.
Am Anfang erschuf Gott den Menschen als sein Ebenbild um
mit ihm ewig im Paradies Gemeinschaft zu haben. Der Mensch
war versorgt und unter Gottes Aufsicht geborgen. Durch den
Sündenfall, d.h. die Auflehnung des Menschen gegen
Gott, wurde die Gemeinschaft zerstört, der Mensch von
Gott aus dem Paradies verwiesen und zum Tode verurteilt.
Um der Menschheit die Gemeinschaft mit ihm wieder zu ermöglichen,
erwählte sich Gott das Volk Israel und offenbarte sich
durch Naturgewalten, Menschen und sein persönliches
Wort. Er gab dem Volk Gebote, nach denen es leben sollte.
Doch das Volk Israel entschied sich immer wieder gegen das
Leben mit Gott und seinen Geboten.
Als letzten Schritt um die Gemeinschaft wiederherzustellen,
wurde Gott Mensch in der Gestalt Jesus Christus und lebte
unter uns Menschen. Jesus zeigte in seinem Leben wie sich
Gott das Leben mit ihm wirklich vorstellt und wie seine
Gebote dauerhaft gehalten werden können. Jesu Leben
folgte den Grundsätzen: liebe Gott den Herrn der Welt,
dann Deinen Nächsten wie Dich selbst. Genauso legt
Jesus sehr großen Wert darauf den Schwachen, Armen,
Kranken, Ausgestoßenen und anderen Randgruppen zu
dienen und sich von den Selbstgerechten zu distanzieren
(siehe Bergpredigt in Matthäus, Markus, Lukas). Obwohl
Jesus diese Grundsätze verbindlich lebte, mußte
er sich als Volksverhetzer und Gotteslästerer vor Gericht
verantworten und wurde trotz seiner Unschuld zum Tode am
Kreuz verurteilt. Sein Tod war stellvertretend für
alle Menschen. Gott stellte sich zu dieser Tat Jesu und
erweckte ihn leibhaftig nach drei Tagen wieder vom Tod.
Nach einer kurzen Verweildauer auf Erden ging Jesus wieder
zu Gott zurück, von wo aus er bis heute wirksam ist.
Durch Jesu Tod und Auferstehung sind wir vor Gott gerechtfertigt,
der Sündenfall ist aufgehoben und die ewige Gemeinschaft
zwischen Gott und Menschen ist wieder möglich, wenn
der Mensch an Jesus Christus glaubt.
Auf das öffentliche Bekenntnis dieses Glaubens vollziehen
die Baptisten als sichtbares Zeichen die Wassertaufe, wie
sie auch in der Bibel von den ersten Christen durchgeführt
wurde. Sie symbolisiert den Tod und die Auferstehung Jesu
und das neu empfangene Leben aus Gott. Aus diesem Grund
lehnen die Baptisten die Kindertaufe ab. Daher wird ein
Baptist erst mit der persönlichen Glaubenstaufe in
die jeweilige Ortsgemeinde aufgenommen.
Glaube an Wen oder Was:
Baptisten glauben an Gott, den Schöpfer der Welt, der
in Jesus Christus Mensch geworden ist. In der Bibel wird
dieses Ereignis berichtet. Sie ist die schriftliche Grundlage
für das Handeln und Denken der Gläubige. Neben
der Bibel gibt es keine verbindlichen Glaubensbekenntnisse.
Offenbarungsschriften und Heilige Bücher:
Die Bibel als Wort Gottes. Die Bibel unterteilt sich in
Altes und Neues Testament. Das Alte Testament beschreibt
das Handeln Gottes mit seinem Volk Israel, während
das Neue Testament die Offenbarung Gottes für alle
Menschen dieser Welt enthält.
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